Glaube

Jemand hat mal gesagt: „Wenn ich was glaube, bedeutet das, dass ich etwas nicht genau weiß!“ Gott hat eine gegensätzliche Definition von dem, was ER unter Glauben versteht.

Seine göttliche Definition lautet so: „Der Glaube aber ist eine Substanz (Zuversicht / Sicherheit) von Dingen, die man erhofft und ein inneres Überführtsein (Entlarvtsein) von Dingen, die man noch nicht sehen kann. Durch den Glauben haben schon die Leute im Alten Testament ein inneres Zeugnis (Reden von Gott) bekommen“ (Heb. 11, 1 + 2).

Hier wird uns Glaube als etwas ganz Reales, Substanzielles, Gewisses, Zuversichtliches, Fundamentales und Einzigartiges dargestellt.

1.) Glaube verwirklicht Dinge, die man hofft. Jeder Mensch hat Hoffnungen, Wünsche, Sehnsüchte und vieles andere mehr. Die Frage ist nur: Wie kann man diese Hoffnungen in die Realität bekommen? Gott sagt, dies geht nur durch lebendigen Glauben. Es gibt also einen Weg, den Gott aufzeigt, wie sinnvolle Hoffnungen realisiert werden können.

2.) Glaube ist aber auch ein Überführtsein (Entlarvtsein) von Dingen, die man noch nicht sieht. Er ist also eine innere Gewissheit, ein inneres Wissen, eine tiefe innere Überzeugung, die in das Herz eines Menschen hineinkommt. Schon die Leute im Alten Testament haben so in ihrem Inneren ein Zeugnis vom Reden Gottes erfahren. Wie viel mehr können wir dies im Neuen Testament!

3.) Die Bibel sagt, dass diese innere Substanz und Überzeugung in uns hineinkommt (und zwar immer), wenn wir persönlich vom Wort Gottes in unserem Herzen berührt bzw. angesprochen werden, also wenn das Wort Gottes in unserem Innersten lebendig wird. Wir nennen das auch Rhema-Wort. Paulus sagt: „So kommt der Glaube aus der Verkündigung. Die Verkündigung aber durch das Rhema Christi (das von Jesus inspirierte Wort Gottes)“ (Röm. 10,17).

Wenn das Wort Gottes unsere Herzen berührt und zu einem persönlichen Reden wird, entsteht Glaube. Und mit dem Glauben entsteht eine innere Gewissheit, eine Substanz, ein inneres Überführtsein, dass Dinge

passieren, für die wir eine große Erwartungshaltung (Hoffnung) entwickelt haben.

Genau diesen Glauben brauchst du. Dieser Glaube muss in deinem Herzen wachsen. Durch diesen Glauben werden in deinem Leben Berge versetzt und durch ihn wirst du erleben, dass Sieg, der die Welt überwindet, in dein Leben hineinkommt.

Diesen Glauben geschenkt zu bekommen, während wir uns für das inspirierte Wort Gottes öffnen, ist eine großartige Sache. Glaube macht das Leben leichter! Man ist nicht mehr ausschließlich abhängig von dem, was man sieht, hört oder was um einen herum passiert. Paulus sagt: „Wir wandeln nicht im Schauen, sondern im Glauben!“ (2. Kor. 5, 7) und: „Der Gerechte wird aus Glauben leben“ (Röm. 1, 17). Es geht also um einen total anderen Lebensstil, als den, den man früher als Nichtchrist gelebt hat. Es geht um ein Vertrauen auf das, was Gott sagt, egal was die Umstände sagen. Du kannst im Glauben wachsen! Und das sollst du sogar. Glaube ist nie zu Ende. Es geht immer weiter und weiter und weiter. Wir gehen „von Glaube zu Glaube“! Von Vertrauen zum nächsten Vertrauen!

Glauben heißt auch, permanent von Gott zu nehmen. Permanent zu empfangen. Sich permanent beschenken zu lassen. Es kommt nicht auf deine Leistungen, deine Anstrengungen, deine Klugheit oder auf deine religiösen Aktivitäten an. Nein! Glaube basiert immer auf dem, was Gott für uns getan hat. Glaube eignet sich das an, was Jesus am Kreuz und durch die Auferstehung für uns Menschen vollbracht hat.

Glaube ist schön, macht dich stark, macht dich weise. Glaube lässt dich überwinden und macht dich frei.

Wenn du das 11. Kapitel des Hebräerbriefes zu Ende liest, begegnen dir zahlreiche Glaubenshelden und –heldinnen, die gelernt haben, im Glauben (Vertrauen) zu Gott zu leben. Werde auch so einer / eine!

Mit lieben Grüßen,

Peter Wenz