Stellungnahme zu einem kritischen Pressebericht

Viel heiße Luft, so kann man das Ergebnis des Artikels „Die Glaubensfabrik“ beschreiben, der jüngst in dem Stuttgarter Wochenmagazin „Kontext“ über das GOSPEL FORUM erschien. Es sieht so aus, als wenn durch diese Veröffentlichung der Journalistin Ana Bilandzija  unsere freikirchliche Gemeinde diskreditiert und kriminalisiert werden soll. Wir haben weit mehr als ein Dutzend faktisch falsche und irreführende Behauptungen gefunden, die wir nicht einfach stehen lassen können. Erstmalig nehmen wir hiermit zu einem negativen Pressebericht Stellung, der offenbar dazu dienen soll, negative Stimmung gegen Deutschlands größte Gemeinde zu schüren.

Folgende Infos sind faktisch falsch:

– Comics sind Teufelszeug – stimmt nicht! Wir lehnen jedoch Comics mit okkulten Inhalten ab!

– Kritik ist tabu – unwahr! Wir ermutigen unsere Mitglieder regelmäßig und in aller Öffentlichkeit konstruktiv zu sagen, wo irgendwo der Schuh drückt. Wir glauben an eine „Kultur gegenseitiger positiver Korrektur“.

– Die „größte Freikirche Deutschlands“ verlangt, dass die Mitglieder zahlen – das ist nicht richtig! Das GOSPEL FORUM erhebt keine Mitgliederbeiträge! Dies wurde auch in einem Interview der Verfasserin ausdrücklich klargemacht. Dennoch schreibt sie das Gegenteil!

– Pastor Peter Wenz ist nicht abwählbar – so etwas gibt es in Deutschland nicht! Genau wie wir im Vorfeld der Berichterstattung gegenüber der Redaktion erklärt haben, muss sich  jeder Vereinsvorstand demokratisch legitimieren und regelmäßig bestätigen lassen. Das ist auch bei uns so und kann gar nicht anders sein.

– Das erwähnte Zitat von Herrn Wenz ist total aus dem Zusammenhang herausgelöst und falsch wiedergegeben worden. Es ging damals um ein persönliches Erlebnis des Pastors mit Gott in einer herausfordernden Lebenssituation, wo er durch einen Zuspruch  Hilfe bekommen hat. In keinster Weise ging es dabei um die Forderung nach undemokratischen Strukturen.

– Nur der 1. Vorsitzende, Peter Wenz, und der Pressesprecher dürfen nach außen sprechen – das ist eine falsche und ungeprüft abgeschriebene Behauptung eines kritischen Internetangebots. 1. Ist es in Deutschland allgemein üblich, dass Pressetermine von der Geschäftsleitung oder der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit wahrgenommen werden.  2. Es haben auch andere Pastoren und Mitarbeiter der Gemeinde im Laufe der Jahre Presse- und Interviewtermine wahrgenommen und Gottesdienstbesucher können von besuchenden Journalisten frei interviewt werden . Dieser Vorwurf entspricht nicht der Wahrheit!

– Aktive Mitglieder finden in persönlichen Krisen keinen Halt in der Gemeinde, sondern müssen die Schuld bei sich suchen. Das entspricht nicht der Wahrheit! Viele Mitglieder haben Hilfe und Rückhalt in schwierigen Lebenssituationen erfahren. Richtig ist, dass wir Menschen, die sich in zerstörerischen Lebensmodellen wie Okkultismus oder Bejahung von Gewalt und Süchten befinden, darauf hinweisen, dass sie an der Lösung von Lebenskrisen aktiv mitarbeiten können und sollen. Wenn diese Menschen psychologische Hilfe benötigen, dann helfen wir ihnen dabei, diese zu bekommen. Unsere Gemeinde ist sehr darauf ausgerichtet, Menschen in Lebenskrisen beizustehen, deshalb ärgert uns dieser Kritikpunkt.

– Wer die Predigten von Pastor Wenz infrage stellt, dem werden „göttliche Strafen angedroht – in Extremfällen Krankheiten oder der Tod geliebter Menschen.“ Das ist eine unglaubliche Aussage! Niemals haben wir so etwas getan und weisen diesen Vorwurf weit von uns. Ein solches Verhalten würden wir als absolut verwerflich und sektiererisch empfinden! Wir können die genaueren Hintergründe des Vorwurfs nur vermuten. Wir warnen, genau wie andere Freikirchen und viele evangelische und katholische Einrichtungen auch, vor der intensiven Beschäftigung mit okkulten Phänomenen. Hier droht, unserer Auffassung nach, schwerer Schaden für die Psyche und manchmal auch für den Körper. Es kann sein, dass Herr Miljak eine solche oder ähnliche Warnung missverstanden und als bedrohlich erlebt hat. Dafür sehen wir keine Verantwortung bei uns.

– Das GOSPEL FORUM mischt sich unangemessen in das Privatleben seiner Mitglieder ein. Das stimmt nicht! Wir achten die Privatsphäre unserer Mitglieder, das ist für uns ein hohes Gut! Allerdings hat Glauben und Spiritualität viel mit dem Treffen von positiven Entscheidungen und dem Trennen von Negativen zu tun. Hier haben unsere Leiter durchaus Freiheit, ihre persönliche Meinung zu seelsorgerlichen Fragen und Themen zu sagen, wenn diese im Gespräch auf den Tisch kommen. Das würde ein katholischer Priester bei einer Beichte auch nicht anders machen. Was der Gläubige dann damit macht, bleibt ihm selber überlassen. Wir versuchen zu helfen und zu gewinnen.

– Das GOSPEL FORUM hat durch umfassende Freizeitangebote sektiererische Züge – ein solcher Vorwurf ist uns noch nie untergekommen. Wir empfinden ihn als total abwegig. Wir sind stolz auf unsere Freizeitangebote, die von unzähligen Menschen positiv aufgenommen werden. Niemand wird dabei unter Druck gesetzt. Diesen Vorwurf empfinden wir als geradezu lächerlich.

– Die Mitglieder des GOSPEL FORUMs sollen sich von dem Einfluss bisheriger Gemeinden „lösen“ und sich „rein machen“. Das ist richtiger Blödsinn! Wir möchten lediglich, dass Christen nicht aus Streit und ungeklärten Beziehungen heraus andere Gemeinden verlassen und dort einen Scherbenhaufen hinterlassen, um dann anschließend bei uns Besseres zu suchen. Christen, die eine andere Gemeinde, zum Beispiel wegen eines Umzugs oder wegen Unzufriedenheit verlassen, sollen dort ein klärendes Abschlussgespräch suchen und in Frieden und versöhnungsbereit auseinandergehen. Das ist unsere tiefste Überzeugung und das werden wir auch in Zukunft weiterhin so halten.

– Das GOSPEL FORUM verlangt immer wieder die finanzielle Unterstützung durch die Mitglieder. Wir sind als Freikirche, wie alle anderen gemeinnützigen Vereine und Kirchen auch, auf Spenden angewiesen. Nur so kann eine Gemeinde funktionieren. Deshalb ist es absolut verständlich und üblich, wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen, dass wir darauf hinweisen, dass wir auf solche Spenden angewiesen sind. Niemanden stört das, und wenn behauptet wird, dass wir die Spenden einzelner Menschen kontrollieren, dann ist eine solche Schilderung schlichtweg irreführend.

– Es wird behaupten, dass Peter und Sabine Wenz einen Schwiegersohn hätten, der rappt. Das ist insofern erstaunlich, da die einzige Tochter der beiden weder verlobt, noch verheiratet ist. Was für ein Fauxpas. Die Reihe der Falschmeldungen über das Privatleben der Familie Wenz kann beliebig fortgesetzt werden: Sie haben nicht, wie behauptet wird, vier Kinder, sondern drei. Ihre Tochter ist auch nicht Leiterin der Frauenarbeit der Gemeinde…usw.

– Ein großer, privater Radiosender berichtete über die spirituelle Praxis der Gemeinde, der Pressesprecher ist gleichzeitig Mitarbeiter des Radiosenders, ein Skandal! Nicht wirklich, denn die Autorin des Artikels weiß anscheinend nicht, wie das Rundfunksystem in Baden-Württemberg funktioniert. Eine evangelische Radioagentur erarbeitet kirchliche Beiträge, auf die weder die Redaktion des Radiosenders noch dessen Verkaufsabteilung, zu der der Pressesprecher des GOSPEL FORUM gehört, Einfluss haben.

– Pastor Peter Wenz „baut seine charismatische Herrschaft immer weiter aus“. Das ist absolut falsch. Pastor Wenz baut weder an einer Herrschaft, noch möchte er, dass Menschen dominiert werden. Sein Ziel ist es, dass vielmehr der Gott der Liebe im Leben eines jeden Menschen immer mehr zum Zuge kommt. Dabei spielen auch überkonfessionelle Kontakte zu anderen Kirchen, Freundschaften mit anderen Pastoren, Priestern und Verantwortungsträgern eine große Rolle. Der Artikel widerspricht sich übrigens an mehreren Stellen selbst, wenn dort behauptet wird, das eben keine Macht aufgebaut wird.

ABSCHLUSSBEMERKUNG: In einem schriftlichen Interview hat der leitende Pastor des GOSPEL FORUMs, Peter Wenz, zu ca. 15 Fragen Stellung  bezogen, die die Journalistin Ana Bilandzija  ihm zugesandt hatte.  Interessant ist, dass auf kein einziges Statement von ihm eingegangen wurde, aber stattdessen zum Teil Falschaussagen anderer zu genau diesen Themenbereichen eingestreut wurden!

Wir empfinden diese Art von Journalismus als problematisch und möchten hiermit dazu aufrufen, wahrheitsgemäß und objektiv zu berichten.

GOSPEL FORUM Stuttgart

https://www.kontextwochenzeitung.de/macht-markt/112/die-glaubensfabrik-450.html

Foto: GOSPEL FORUM

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