BETE MIT!

Vor einigen Tagen hatte ich einen Traum, der mich unwahrscheinlich erschüttert hat. Normalerweise träume ich überhaupt nicht bzw. kann mich an keinen Traum mehr erinnern, wenn ich aufwache. Dieses Mal war es aber anders:

In der Nacht von Sonntag auf Montag – ca. 1:30 Uhr morgens – war ich plötzlich im Traum irgendwohin versetzt, wo Christen auf die brutalste Art und Weise misshandelt, gequält und umgebracht wurden. Es war fast nicht zu ertragen!

Ich wurde Zeuge, wie mehrere Geschwister auf die brutalste Art und Weise ertränkt wurden. Es war nicht so, dass sie einfach untergetaucht wurden – und das war es dann. Im Gegenteil – kurz bevor sie am Sterben waren, wurden sie wieder an die Wasseroberfläche gebracht, denunziert, beschimpft und verlästert. Dann wurden sie aufgefordert, ihrem Glauben an Jesus abzusagen. Und weil dies keiner tat, wurden sie wieder untergetaucht. Dies geschah immer wieder. Es war ein riesiger Schmerz, dies miterleben zu müssen. Und ich spürte die ungeheuerliche Versuchung, im Glauben schwach zu werden, um diesen Qualen zu entgehen.

Selbst im Traum spürte ich, wie der Körper unter einer ungeheuerlichen Spannung war und die Seele dies kaum aushalten konnte.

Dann erweiterte sich das Bild. Mir wurde nun klar, wie auf diesen Brüdern und Schwestern ein unvorstellbarer Druck lag, was die eigene Familie, Ehefrau oder Kinder betraf. Sie erduldeten nicht nur körperliche, sondern extreme seelische Folter. Details kann man hier gar nicht beschreiben. Das Maß anderer Grausamkeiten ist einfach nicht wiederzugeben. Selbst vor dem intimsten Bereich der Menschen wurde nicht haltgemacht. Auch dort mussten Brüder und Schwestern unglaubliche Qualen ertragen…

Ich wachte dann vom Traum auf. Es war 1:30 Uhr morgens – aber ich war hellwach. Mein Körper zitterte und ich kann nicht beschreiben, welche Emotionen ich in meiner eigenen Seele durchlebte.

Ich wusste nur eins: Unsere Brüder und Schwestern, die weltweit um ihres Glaubens willen verfolgt werden, (es sind pro Jahr hunderttausende und viele werden getötet) erleiden viel, viel Schlimmeres, als wir dies uns in unserem Land vorstellen können. Wenn man im Raum des Geistes in solch eine Szene hinein- versetzt worden ist, gehen einem die Augen auf.

Die Bibel spricht eine eindeutige Sprache: „Gedenkt der Gefangenen, als wenn ihr mitgefangen wärt. Gedenkt derer, die gequält werden, als solche, die auch selbst in einem Körper leben.“ (Hebräer 13, 3).

Als Petrus von Herodes Agrippa I für acht Tage ins Gefängnis geworfen worden war, um dann getötet zu werden, „geschah von der Gemeinde anhaltendes Gebet für ihn zu Gott“ (Apg. 12, 5).

Dies ist das Vorbild für uns und unser klarer Auftrag. Hunderttausende von Brüdern und Schwestern, die weltweit verfolgt werden, brauchen unsere Ermutigung durch das Gebet. Genau wie bei Petrus werden durch deine und meine Gebete Engel freigesetzt, Ketten zerbrochen, Ermutigung geschenkt und Licht in die Finsternis einer Gefängniszelle gebracht. Ohne die Kraft des Heiligen Geistes kann kein Christ die Ungerechtigkeiten, Diffamierungen und körperlichen Qualen ertragen, die ihm um seines Glaubens willen von religiösen Fanatikern oder hasserfüllten Mördern zugefügt werden.

Ich möchte uns alle ermutigen, so oft es geht im Gebet all unserer Brüder und Schwestern zu gedenken, die weltweit verfolgt werden. Ein Gebet von Jesus, das Er für Seinen Freund Petrus gebetet hat, kam mir diesbezüglich sehr stark aufs Herz: „Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhört…“!

Ich wünsche uns allen in der Ferienzeit, die jetzt überall in Europa angebrochen ist, ein starkes Bewusstsein dafür, wie gut es uns hier eigentlich geht und ein Herz voller Dankbarkeit! Und ich wünsche mir, dass wir der vielen Brüder und Schwestern gedenken, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und leiden.  Lass uns für die beten, die so oft mit ihren Qualen und Schmerzen alleine sind und unsere Gebete dringend brauchen.

Mit ganz lieben sommerlichen Grüßen

Peter Wenz