Nur einen einzigen!

Hesekiel, einer der ganz großen Propheten des Alten Testaments, hörte einmal ganz deutlich Gottes Stimme. Was er darüber schrieb, ist bewegend!

Hesekiel 22, 29-30: „Das Volk des Landes verübt Erpressung und begeht Raub. Und den Elenden und Armen unterdrücken sie, und am Fremden handeln sie gegen jedes Recht. Und ich suchte „einen Mann“ unter ihnen, der die Mauer zumauern und von mir für das Land in den Riss treten könnte, damit ich es nicht verheeren müsste. Aber ich fand keinen.“

Die Situation ist schnell erklärt: Das Land war in einem verheerenden Zustand: Erpressung, Raub, Unterdrückung, Xenophobie, Unrecht u.v.a.m. Und was tut Gott? Er sucht nach „einem einzigen Menschen“, der bereit wäre, für das Land bei Gott Fürbitte einzulegen … Aber Er fand damals „keinen“!

Es bewegt, wenn man liest, dass Gott sucht! Er, der doch gar nichts nötig hat, der alles weiß, alles kann und alles in Seiner Hand hält, sucht nach dir und mir! Und das hat auch heute bei uns etwas mit unserem Land zu tun! Gott sucht Menschen, die im Angesicht von Unrecht und negativen Entwicklungen für das Land in den Riss treten.

Es ist berührend, dass Gott damals „keinen einzigen Menschen“ gefunden hat, der dazu bereit war. Es wird ausdrücklich betont, dass solch ein Dienst der Fürbitte das Potenzial hat, verheerende Entwicklungen in einer Nation abzuwenden und das Gute freizusetzen. Dennoch war „keiner“ da.

Wie sieht dies heute bei uns in Deutschland aus?

Angesichts der Größe des Landes, der internationalen Herausforderungen und der enormen weltweiten Kriege und Krisen braucht es nicht nur „einen Mann“!

Letzte Woche kam nach dem Gottesdienst eine stark prophetisch begabte Frau aus Afrika – eine Fürbitterin – auf mich zu und erzählte mir von einem Traum, den sie kürzlich gehabt hatte. In diesem Traum sprach Gott zu ihr, dass wir alleine im GOSPEL FORUM 100 Menschen mobilisieren sollen, die einmal im Monat bereit sind, einen Tag lang zu fasten, damit der Wille Gottes in unserer Schlüsselnation passiert. Insbesondere die junge Generation sollte sich miteinklinken, weil es um ihre Zukunft dabei geht.

Gerne greife ich diesen prophetischen Impuls auf und schreibe an dieser Stelle darüber. Ich bin sicher, dass der Herr zu denen, die für einen solchen Schritt bereit sind, persönlich sprechen und ihre Herzen bewegen wird. Für mich war diese Begegnung – ähnlich wie damals bei Hesekiel – ein Zeichen, wie Gott auch heute noch um das Wohlergehen unseres Landes und um die Freisetzung von Fürbittern wirbt. Unser Herr ist ein redender Gott!

Ich möchte alle unsere Kleingruppen, Hauskirchen und Teams bitten, wie nie zuvor unsere Nation – und natürlich damit verbunden ganz Europa – in den Gebetsfokus zu nehmen. Ganz besonders unsere Regierenden brauchen unser Gebet! Statt negative Dinge auszusprechen, zu lästern und zu fluchen, ist es dringendst geboten, zu segnen, Gottes Willen freizusetzen und das Königreich des Himmels zu proklamieren. Jetzt ist Gottes Zeit für unser Land! Seine Güte und Seine Gnade sind jeden Morgen neu da!

In diesem Sinne wünsche ich jedem Einzelnen eine vom Heiligen Geist stimulierte Freude an der Fürbitte für unser Land, für die Regierenden und für alle Menschen. Gott wird Sein Wort in 2. Chronik 7, 14 erfüllen:

„Wenn mein Volk, über dem mein Name ausgerufen ist, sich demütigt und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, dann werde ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.“

Mit ganz lieben Grüßen

Peter Wenz