Heilige Unabhängigkeit

Es ist faszinierend zu sehen, wie die ersten Nachfolger Jesu, damals im 1. Jahrhundert nach Christus, in ihrem Glaubensleben eine starke Unabhängigkeit von äußeren Faktoren besaßen und auslebten.

Weder die politischen Umstände noch schlechtes Wetter, weder die finanzielle persönliche Situation noch die sozialen Außenbedingungen, weder die wirtschaftliche Gesamtlage noch die persönliche, familiäre oder berufliche Situation konnten sie von ihrem Weg und ihrer entschiedenen Hingabe an Gottes Königreich abbringen.

Für sie spielte es keine Rolle, ob ihnen die Menschen positiv gesonnen waren oder nicht. Es beeindruckte sie nicht, wenn Verfolgung, Leid, Schmerz oder Unrecht ihren Lebensweg kreuzten. Auch Krankheit, Vertreibung, Ablehnung, persönliche Nöte oder etwas dergleichen konnten sie nicht von ihrem täglichen Leben mit Gott abbringen! Im Gegenteil! Es scheint so, als wären diese Faktoren sogar mit dafür verantwortlich, dass ihr geistlicher Kampfgeist dadurch nur noch mehr angespornt wurde! Ihre Unabhängigkeit von äußeren Gegebenheiten gab ihnen ein ungeheuer großes Maß an innerer Freiheit!

Und das ist inspirierend!

Manche von denen, die damals vor 2000 Jahren lebten, würden sich ganz schön wundern, wenn sie den einen oder anderen Christen heute in seinem Alltagsleben beobachten würden. Sie wären wahrscheinlich ganz schön überrascht, festzustellen, dass sich einige heutzutage mehr von Außenumständen bestimmen lassen, als von ihrem Glauben an Gottes übernatürliche Fähigkeit und Kraft.

Sie würden sich über folgende Sätze sicherlich wundern:

  • „Oh, mir geht es nicht so gut. Ich brauch mal eine Auszeit!“
  • „Ich habe Probleme in Beruf und Familie. Deswegen kann ich jetzt mal eine Zeit lang nicht mehr kommen …!“
  • „Mir steht das Wasser bis zum Hals. Ich bin in so einer Lebenskrise. Jetzt muss der Glaube erst mal hinten anstehen …!“

Sie würden mit Sicherheit in etwa so antworten:

  • „Sag mal, geht‘s noch…?“
  • „Weißt du nicht, dass wenn wir leben, so leben wir dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn.“
  • „Der Gerechte wird doch aus Glauben leben! Wir starren einfach nicht auf das Sichtbare, sondern schauen auf das Unsichtbare, das Göttliche!“
  • „Weißt du nicht, dass Nichts und Niemand dich trennen kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist?“
  • „Weißt du nicht, dass der Herr der Helfer in Zeiten der Not ist? Wie kannst du dich gerade dann von Ihm entfernen?“
  • Erinnerst du dich an die Worte des Paulus: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht (Überfluss haben – oder Mangel).“
  • „Der, der in dir ist, ist doch viel stärker als der, der in der Welt ist!“
  • U. v. a. m.

Ich möchte dich ermutigen, den Nachfolgern Jesu von damals nachzueifern. Sie sind ein starkes Vorbild! Sie sind eine Quelle der Ermutigung, der Zuversicht und des Glaubens. Außenumstände – egal welcher Art – konnten sie nicht kleinkriegen. Lass es auch bei dir so sein und mache einen Unterschied! Der Heilige Geist wartet schon darauf, dir dabei zu helfen.

Mit lieben Grüßen

Peter Wenz