Wessen Thron baust du?

Oder "Die Einfachheit des Gebets"

Predigt: Wes Hall / Sonntag, 8. Januar 2017

1 So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße. Wo wäre denn das Haus, das ihr mir bauen könntet, und wo denn der Ort meines Ruhesitzes? 2 Hat doch meine Hand dies alles gemacht, und alles dies ist geworden, spricht der HERR. Aber auf den will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort.
Jesaja 66,1-2

1. Gott hat etwas vor.

Gott nennt den Himmel seinen Thron und die Erde bezeichnet er als den Schemel seiner Füße, aber im Verständnis der damaligen Zeit sind Thron und Schemel eins. Er will also, dass seine Herrschaft auf die Erde kommt.

Die Menschen damals wollten Gottes Präsenz mehr erfahren und ihm ein Haus bauen. Gott will, dass wir einen Ruheort für seine Gegenwart bauen, denn er möchte, dass sein Wille auf der Erde geschieht und zwar genauso wie im Himmel. Dort gibt es kein Leid, keinen Hunger und keine Schmerzen, keine zerbrochenen Beziehungen, keine Trauer und keinen Teufel. Dort wo er auf dem Thron sitzt, kommt seine Herrlichkeit in Vollkommenheit.

Gott will sein Königreich in Vollkommenheit auf die Erde bringen. Er möchte unter den Menschen wohnen. Sein Königreich bedeutet ununterbrochene Freude, Heilung und so vieles mehr. Gott will, dass Menschen einen Ort vorbereiten, wo er sein Königreich zeigen kann.

2. Gott schaut auf den, der elend ist.

Gott will auf den blicken, der arm und schwach vor Gott ist und weiß, dass er es nicht alleine schafft, sondern Gottes Hilfe braucht. Gott kommt, wenn wir erkennen, dass wir ihn brauchen. Wir brauchen Durchbrüche des Himmels. Gott will seinen Arm bewegen und seinen Willen geschehen lassen auf der Erde.

Matthäus 5,3:
Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.

In unserer Schwachheit ist die Möglichkeit für Gott zu kommen und seine Herrlichkeit zu zeigen. Keiner mag es, schwach zu sein, aber wenn wir schwach sind, wird darin Gottes Stärke sichtbar (2. Korinther 12,10). Wer weiß, dass er vor Gott arm ist, der ist bereit für einen Durchbruch.

Viele wollen oft Wunder sehen, aber trotzdem selber stark sein. Wenn aber Gott dann ein Wunder schickt, wird man überheblich und nimmt Gottes Ehre für sich selber und meint, es sei doch aufgrund der eigenen Kraft und Stärke geschehen. Erst wenn wir wirklich schwach sind, sind wir bereit für Wunder und Durchbrüche. Wenn du seine Präsenz in Vollkommenheit willst, musst du schwach vor ihm sein. In unserer
Schwachheit werden wir seine Herrlichkeit sehen.

3. Gott schaut auf den, der zittert vor seinem Wort.

Wir haben die Bibel, sein Wort, aber zittern wir davor? Wir Menschen neigen dazu, selber erklären zu wollen, was es bedeutet und nehmen es in dem Rahmen an, wie es uns passt. Gott will, dass wir wieder lernen, vor seinem Wort zu zittern, übereinzustimmen mit seinem Wort. Gott kommt, wenn Menschen mit seinem Wort übereinstimmen und sich dafür entscheiden und zwar ganz egal wie die Umstände sind, was man sieht oder was der Teufel sagt oder wie die eigenen Gedanken sind.

4. Gebet setzt Kraft frei.

Gebet bewirkt immer etwas, aber je nachdem, wer angebetet wird, wird Gutes oder Böses freigesetzt. Deshalb ist es so wichtig, dass es viele Menschen gibt, die dem wahren Gott einen Altar bauen. Überall wo Menschen mit den Lügen des Teufels übereinstimmen, bauen sie Altäre und Throne für ihn.

Statt mit Gott und der Wahrheit übereinzustimmen, entscheiden viele Menschen, mit der Dunkelheit übereinzustimmen. Adam stimmte mit der Schlange überein und glaubte nicht mehr der Wahrheit und gab dem Teufel damit die Kraft über sein Leben.

Jesus kam und stimmte in jedem Bereich seines Lebens mit Gott überein. Satan versuchte ihn, aber Jesus antwortete immer mit Gottes Wort. Er stimmte mit dem Wort Gottes überein und nicht mit den Worten Satans.

5. Gott will seinen Thron bauen.

Gott sucht einen Ort, wo er seinen Thron auf der Erde bauen kann. Gottes Herrlichkeit und Autorität wird da freigesetzt, wo Menschen mit seinem Wort übereinstimmen. Manche meinen, Gebet sei so kompliziert. Sie meinen, sie müssten im Gebet Gott von ihren Anliegen überzeugen, ihn um den Segen für die eigenen Pläne bitten. Aber seine Pläne sind so viel besser als unsere. Sie sind wirklich gut.

Gott sucht einen Ort, wo er seine Pläne freisetzen kann und das ist die Übereinstimmung mit ihm oder auch Gebet genannt. Manchmal ist bei der Übereinstimmung mit Gott auch Musik dabei, dann nennen wir es Lobpreis oder Anbetung. In manchen Gebeten stimmen wir auch mit dem überein, was Gott verheißen hat, das nennt man dann Fürbitte.

Gebet ist einfach und bedeutet, mit Gott über Gott und seine Pläne zu reden. Wir kommen zu ihm und sagen ihm die Dinge, die er in seinem Wort schon gesagt hat. Übereinstimmen mit Gott, mit dem, was er sagt, das ist Gebet und dadurch wird sein Königreich freigesetzt. Viele reden im Gebet nur über die Probleme, aber in den Problemen finden wir nicht die Lösung. Besser wäre es, im Gebet einen Platz für Gottes Herrlichkeit zu schaffen, egal wie die Umstände sind.

Wessen Thron baust du Die Einfachheit des Gebets

Die Welt ist unter dem Bösen, aber wir sind von Gott und haben die Wahrheit von ihm empfangen, deshalb können wir Tag und Nacht mit ihm übereinstimmen. Wenn wir mit seinem Wort übereinstimmen, werden wir innerlich verändert, denn wir fangen an, seinem Wort zu glauben. Wir sollen nicht erst mit ihm übereinstimmen und ihn preisen, wenn der Durchbruch da ist. Denn der Durchbruch kommt dann, wenn wir uns entscheiden, mit Gott übereinzustimmen und ihn zu preisen, bevor der Durchbruch da ist.

Wir sollen uns im Herrn freuen, egal wie die Umstände sind. Freue dich über seine Größe und Macht und über seinen Sieg. Die Lösung liegt nicht in den Problemen, sondern in Gott. Er ist immer für dich und voller Liebe und immer gnädig. Auch wenn du nicht weißt, wie es weitergeht und was du tun sollst, richte deinen Blick auf Gott und singe über ihn. Dann kommt der Durchbruch. Paulus und Silas taten nichts anderes im Gefängnis als mit Gott übereinzustimmen und dann kam das Erdbeben.

Gebet unterstützt nicht unser Leben, sondern ist die Grundlage, denn daraus fließt alles andere. Stimme überein mit Gottes Wort. Nimm es an, schau es an und bete es. Entscheide dich dafür, mit deinen Worten Gott und nicht die Umstände zu ehren. In deinem Leben hat das die Kraft, womit du übereinstimmst.

6. Wie können wir anfangen, mit Gott übereinzustimmen? (Jesaja 42)

Siehe – wer Gott ist. Siehe auf seine Person, kenne sein Wort und seine Pläne. Nur wenn du regelmäßig in sein Wort schaust, kannst du mit Gott übereinstimmen. Wir müssen wissen, mit was wir übereinstimmen. Was du regelmäßig siehst, darüber denkst du nach und darüber redest du.

Singe – ein neues Lied. Wenn du Gott anschaust, ihn siehst in seinem Wort wie er wirklich ist, dann wird dein Reden neu. Es wird voll sein mit Übereinstimmung mit seinem Wort, voll mit neuen Wahrheiten und Offenbarungen. Wenn du krank bist, sing nicht über deine Krankheit, sing darüber, dass Gott der Heiler ist. Sing nicht über deine finanziellen Nöte. Sing darüber dass Gott der Versorger ist.

Stehe – fest. Richte dein Herz auf Gott und nicht auf die Umstände und schaue zu, was Gott für dich tun wird.