Das Wunder des neuen Staates Israel

 

Die letzten Wochen in Israel waren gestückt mit Gedenk- und Feiertagen. Der letzte Feiertag war der 71. Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Dass dieser kleine Staat im Nahen Osten 71 Jahre überlebte, ist ein absolutes Wunder und nur begründbar durch die vielen Opfer, harte Arbeit der unzähligen Pioniere, die das Land aufgebaut haben und durch Gottes übernatürliches Eingreifen durch seine Verheißungen in der Bibel. Als dieser Staat aus der Asche des Holocaust und aus dem Nichts aufgebaut wurde, glaubten wenige, dass diese junge Nation überleben würde. Dieses biblische Wunder wurde im ganzen Land mit dem 71. Geburtstag letzte Woche groß gefeiert.

Mit meiner Organisation Yad-Rachamim, was: „Hand der Barmherzigkeit“ heißt, konnten wir hunderten von Menschen über all die Jahre hindurch, die unter der Armutsgrenze leben, helfen. In Israel leben 1,6 Millionen  der Gesamtbevölkerung unter der Armutsgrenze – das sind 20 Prozent! Alleine 700 000 Kinder sind betroffen. Die Armut unter der orthodoxen Bevölkerung nimmt immer mehr zu, da sie eine höhere Geburtenrate haben und die Arbeitslosigkeit unter den Männern sehr hoch ist. Dies ist aber auch in der säkularen Bevölkerung der Fall, da der allgemeine Lebensstandard und die Grundnahrungsmittel hier sehr teuer sind im Verhältnis zu anderen OECD-Staaten. Unser Arbeitsfeld liegt genau in diesem Bereich, und da sind wir sehr beschäftigt. Wir bringen Erleichterung und praktische Hilfe zu so vielen Familien und Einzelpersonen. Wir übernehmen z. B. Schulgelder zur Bildung der Kinder und unterstützen Erwachsene, Alleinstehende oder geschiedene Mütter mit Umschulungen, Weiterbildungen, Studienplätzen und Ausbildungen für sie und ihre Kinder. Teilweise übernehmen wir ebenfalls Hörgeräte, Sehhilfen, Zahnarztkosten, Teilmieten für Holocaustüberlebende und ältere Menschen. Wir helfen Neueinwanderern täglich mit Behördengängen oder Sonstigem, einfach da, wo sie Hilfe im Alltag benötigen. Wir arbeiten mit Sozialarbeitern, Psychologen, mit der Stadt Jerusalem und anderen Organisationen, die in diesem Feld tätig sind, eng zusammen. Das miteinander ist wichtig um effektiver gemeinsam die Nöte zu erkennen und gezielter zu handeln. Um das Leben dieser Menschen besser zu gestalten arbeiten wir mit Volontären und Freiwilligen Schülern, die uns bei unserer Arbeit enorm unterstützen. Es gibt viel zu tun! Menschen kommen zu uns, weil sie von unserer guten Arbeit gehört haben und schätzen diese.

Aktuell kam gestern eine junge alleinerziehende äthiopische Mutter mit 4 Kindern zu uns, weil sie ein Hörgerät benötigt und auf Grund ihres Hörschadens ihre letzte Arbeitsstelle verloren hat. Wir versuchen ihr ein gutes Hörgerät zu vermitteln und helfen ihr bei der Finanzierung auf Grund der hohen Kosten.

Wir freuen uns über eure Gebete und über eure Unterstützung für unsere Projekte in Israel!

Renate Wolf
israel@gospel-forum.de
www.yad-rachamim.org