SÜDOSTASIEN – Bericht

Seelsorge, die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit, sich gegenseitig seine Schuld zu bekennen –  diese Themen sind in Südostasien alles andere als normal. Wir nehmen das als großen Mangel in unserem Land wahr, was uns von Einheimischen auch bestätigt wird. T. bereitet derzeit intensiv ein Schulungsprogramm in diesen Bereichen vor, in dem sie selbst ausgebildet wurde. Zu unserer großen Freude haben sich schon mehr einheimische Leiter dafür beworben, als das Programm im ersten Durchlauf überhaupt aufnehmen kann. Das Interesse ist riesig! Die Teilnehmer werden professionell in Seelsorge ausgebildet inklusive Eigenreflektionen. Eines der Ziele, die wir uns davon versprechen, ist, dass die verschiedenen Denominationen in Vergebungsbereitschaft aufeinander zugehen und dann in Einheit erstarkt zusammenstehen für das Reich Gottes in Südostasien.

Leider waren die letzten Monate etwas schwierig für uns als Familie. Denn M. bekam in Südostasien ein Problem: dauerhafter starker Schwindel, gepaart mit anhaltenden Nackenschmerzen. Nachdem er mehrere Ärzte konsultiert hatte, machte man bei ihm ein MRT. Es wurden zwei schwere Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule entdeckt. Ihm wurde geraten, sich in Deutschland operieren zu lassen. Als plötzlich neurologische Ausfälle dazukamen, musste alles ganz schnell gehen. M. trat den Flug an und bekam am Mitte Juli operativ zwei Prothesen eingesetzt. Wir sind sehr dankbar für die freundliche und professionelle Behandlung und den guten Heilungsprozess. Leider wird M. noch einige Wochen in Deutschland bleiben müssen zur vollständigen Heilung inklusive Reha-Maßnahmen. Das ist nicht einfach für uns als Familie und für das Team. Danke für all eure Gebet!

Jedes Jahr im Sommer verändert sich unsere Teamkonstellation in Südostasien, weil immer eine Teameinheit nach Deutschland reist. Anfang Juli verließ uns eine Familie für ein Jahr Heimataufenthalt, eine andere Familie kam im Gegenzug nach einem erfolgreichen Jahr nach Südostasien zurück. Wir freuen uns besonders darüber, dass unser Team diesmal sogar erweitert wurde. Seit zwei Wochen verstärkt uns eine junge, sehr talentierte und engagierte Familie. Momentan ist es für sie nach erfolgreicher Erstausreise eine besonders spannende Zeit, beginnend mit einem Interkontinentalumzug, Wohnungssuche, tausenden neuen Eindrücken uvm.

Jetzt gilt es sich als Team neu zu finden, Arbeitsbereiche zu verteilen und einheitlich zu dienen. Wir freuen uns auf die Herausforderung und den Segen!

T. und M.