PARAGUAY – Bericht

Dieses Jahr im Oktober sind es nun bereits schon fünf Jahre, die ich hier in Paraguay sein darf. Wenn ich zurückblicke, kann ich nur staunen über unseren Gott. Mit dem Wunsch im Herzen, die einheimischen Stämme Paraguays zu erreichen, rief Gott mich nach Paraguay, doch wie wir alle den Spruch kennen: Der Mensch denkt und Gott lenkt.

Ich durfte und darf erleben, dass Gottes Gedanken viel höher sind als unsere, und dass er den besten Plan für uns hat. Seit mehr als zwei Jahren leiten Alcides und ich nun bereits den Kinderdienst in unserer Gemeinde und wir erleben Wachstum und Veränderung.  Vor einem Monat hatten wir ein spezielles Fest zum nationalen Kindertag in Paraguay. Unser Thema lautete: „Jesus, unser Superheld!“ In der heutigen Zeit und auch hier in unserem Land suchen die Kinder und Jugendlichen Vorbilder, die ihnen Identität vermitteln und an denen sie sich orientieren können. Die Superhelden aus Film und Fernsehen haben „Superkräfte“, die ihnen zur Lösung von Problemen und schwierigen Situationen verhelfen. In Paraguay gibt es einen großen Mangel an Vorbildern, an Vater – und Leiterschaft. Gerade da ist es unser Wunsch, den Kindern zu vermitteln, wer unser Superheld ist, der immer für uns und mit uns ist. Leider gab es einen plötzlichen Temperatursturz in der vorherigen Nacht, so dass nicht so viele Kinder kamen, wie wir erwartet hatten. Jedoch hatten wir mit Spielen, Tanzen, Singen, Siegerpreisen und einer geistlichen Botschaft einen super Tag mit den Kids und ein gute Gemeinschaft mit den Eltern, die ihre Kinder brachten.

In unseren Leiterschulen im ganzen Land hat im September das letzte Trimester dieses Jahres begonnen und es geht dem Ende des Schuljahres entgegen. Alle Institute zusammen genommen haben wir zwischen 600 und 700 Bibelschüler in diesem Jahr und wir hören viele Zeugnisse, wie Gott ihr Leben durch die verschiedenen Themen und Lerninhalte verändert. Einer unserer Jünger aus unserem „Casa de Paz“ (Hauskreis) erzählt, wie Gott an ihm arbeitet, alte Wunden in seinem Leben heilt, ihn freisetzt und er Neues lernt – Dinge, die er in vielen Jahren in seinem vorherigen Leben als Christ nicht kannte, noch erlebte.

Danke an euch alle, die ihr in Treue hinter uns steht, mit Gebet und Unterstützung möglich macht, dass Gottes Königreich sich ausbreitet!

Ruth Keller