SÜDAFRIKA – „Brücken bauen“

Wir sehen unseren Auftrag hier in Südafrika unter anderem darin, Brücken zwischen “schwarzen” Kirchen und “weißen” Kirchen zu bauen, damit die unterschiedlichen “Lager” sich mehr vertrauen und sich letztlich als Glaubensgeschwister akzeptieren lernen.

Viele der “schwarzen” Kirchen, darunter auch unsere amaZioni, können viel von einer Zusammenarbeit mit ihren “weißen” Geschwistern profitieren und umgekehrt. Wenn südafrikanische Kirchen von “Mission” reden, dann denken sie meistens an eine Reise in eines der benachbarten Länder, um die Menschen dort mit materiellen Dingen zu segnen. So werden Freiwillige mobilisiert, die sich mit Autos auf den Weg nach Mozambique machen. Das bedeutet eine 2-3Tagesreise mit sehr schlechten Straßenbedingungen, wobei die Fahrzeuge, noch bevor sie ankommen, oftmals liegen bleiben. Nachdem sie dann zwei Tage mit den hilfsbedürftigen Menschen dort verbracht haben, treten sie die Rückreise an. Viele kommen begeistert, aber auch völlig erschöpft von solchen Missionsreisen zurück und freuen sich auf das nächste Missionserlebnis in einem anderen Nachbarland im folgenden Jahr.

Wir freuen uns über die Missionsbegeisterung dieser Menschen und wollen ihr Erlebnis nicht kleinmachen. Jedoch wollen wir ihnen die Möglichkeit bieten, vor Ort missionarisch unterwegs zu sein, ohne dass viel Geld für Benzin und Autoreparaturen ausgegeben werden muss. Statt einem einmaligen Ereignis, fördern wir sie sehr gerne auch darin, stetige Beziehungen zu Menschen in den benachbarten Ortschaften aufzubauen.

Nach einer 10-minütigen Autofahrt in das nächst gelegene Township trifft man zum Beispiel auf die Gemeinde “amaZioni”, die die gleichen materiellen und geistlichen Nöte hat, wie die Menschen in Mozambique oder anderen Nachbarländern. So hatten wir neulich wieder eine gute Gelegenheit, unsere Anliegen zu präsentieren und auf unserem “missionarischen Messestand” mit

interessierten Menschen ins Gespräch zu kommen.

Ehepaar Hasenknopf